Ursachen von Schleimhautschwellungen

Schnupfen und Folgewirkungen

Nach der Erkenntnis mit den schleimlösende Medikamentem, ging  ich der Sache mithilfe eines neuen HNO-Arztes noch mehr auf den Grund, da ich die echten Probleme (Sinusites) selten bekam, wenn ich starken Schnupfen hatte. Es war mehr der Fall, wenn die Nase verstopft war, aber wenig zum Schneuzen verfügbar war. Es ist nicht das Sekret per se welches die Nase verstopft, sondern die begleitende Schwellung der Schleimhäute.

Gegen diese Schwellungen gibt es lediglich Symptom-bekämpfende Mittel (wie Nasivin). Die Ursache, nämlich die Viruserkrankung Schnupfen, bekämpfen sie nicht. Nach einiger Zeit ist die Nase wieder zu wie vorher. Diese abschwellenden Medikamente haben neben ihrer verfehlten Wirkung noch einen anderen Effekt: sie trocknen die Schleimhäute aus. Trockene Schleimhäute sind besonders anfällig auf Keime und Viren, besonders wenn sowieso schon alles gereizt und entzündet ist. Besser sind Öl-basierte Tropfen, deren Wirkung ist aber ebenso nicht gegen die Ursache gerichtet.

Schnupfen ist, wie gesagt, ein Virus, gegen den man nur schonend ankämpfen kann. Verkomplizierungen treten über Keime auf, die dann die Nebenhöhlen verlegen können. Den Übergang merkt man, wenn man nach wässrigen Sekret gelblich-graue und kompaktere Flüssigkeiten im Taschentuch findet.

Allergien im Hintergrund

Ich hatte immer im Verdacht, dass meine Frühjahrs-Allergien meine Schleimhäute schwächen und ich so das restliche Jahr anfälliger auf alle möglichen HNO-Erkrankungen bin. Es gibt tatsächlich einen unmittelbaren Zusammenhang, er betrifft aber nur die Zeit der Allergie und etwas danach. Nach ein paar Jahren diagnostizierte mir mein damaliger Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine so genannte “chronische Rhinitis”, die mit Akupunktur behandelt wurde. Gebessert hat es nichts und die Diagnose als solche half mir auch nicht weiter. Als dieser Arzt in Pension ging, war ich verpflichtet einen neuen zu suchen. Dieser zweite meinte, ich müsse mich einfach daran gewöhnen, ein paar mal im Jahr Nebenhöhlenentzündungen zu haben. So weit war ich schon und das brauchte ich nicht noch ärztlich bestätigt haben.

So zog ich zu einem dritten HNO-Arzt, dem ich mein Leid klagte und der mir sagte, dass “chronische Rhinitis” als solche bei mir nicht infrage komme. Er bestätigte mir, als ich mich gesund fühlte, leicht geschwollene Schleimhäute und eine schief stehende Nasenscheidewand. Darauf schickte er mich zu einem umfassenden Allergie-Test. Ich protestierte, dass ich über meine Allergien durchaus im Bilde sei, beugte mich aber skeptisch dem Test.

Auf diesem trat, neben ein paar anderen Neuigkeiten wie Hundehaare, vor allem die Hausstaubmilbe auf den Plan. Bei der zweiten Visite wurde ich über meine Bettlandschaft ausgefragt, die bis dahin aus “gesundem” Dauen und sonstigem klassischen Material bestand, welches vor allem schon in die Jahre gekommen war. Die Aufgabe war nun dies so zu erneuern, dass die Hausstaubmilbe weniger Freude damit hat. Seit dem schlafe ich auf und in voll waschbaren Materialien (Eukalyptus-Faser). Es ist zwar noch Latex dabei (nicht ganz ideal), aber neben dem neuen Liege-Gefühl, besserte sich tatsächlich auch die permanente Schwellung in meiner Nase. Sie ist nicht weg, es ist aber besser und seit dem gingen meine Beschwerden nicht mehr arg über den grippalen Infekt hinaus.

Es ist relativ logisch: Allergien lassen die Schleimhäute anschwellen und diese Ursache muss man bekämpfen. Das heisst, eben zum Bettspezialisten und nicht zum Apotheker gehen. Neben dem Bett gibt es andere potenzielle Reizherde wie Schimmel, generell zu trockene Luft, Haustiere jeder Art, manchmal auch Zimmerpflanzen. Jeder reagiert individuell darauf.

Ein Nachsatz zum Bett: Nach spätestens 8 Jahren sollte man auch Matratze und Lattenrost wechseln. Es ist eindrucksvoll, wie diese beiden Elemente leiden und bleibende Einbuchtungen aufweisen, wenn man beides einmal flach auf den Boden gelegt hat! Auch vor neuen Füllstoffen wie Holzfasern soll man sich nicht fürchten. In guten Geschäften kann man diese Produkte auch anfassen und ausprobieren. Unsere Eukalyptusfasser-Decke ist nun wesentlich leichter und dünner als die Dauendecke. Der Latex-Polster (gefüllt mit kleinen Würfeln) ist dagegen viel schwerer. Aber beides ist Gewöhnungssache und auch wenn man 40 Jahre oder mehr in Daunen gebettet war, hat man sich nach 10 Tagen an die neuen Materialien gewöhnt.


Schädelröntgen rechts. Das Bildmaterial dieser Seite zeigt den Autor. Erstellt wurde es im Diagnosezentrum Dr. Andreas Oberhauser in Innsbruck.

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