Blutwerte und Harnwerte erklärt
Bei Gesundenuntersuchungen und auch zu gewissen Anlässen werden Blutbilder und Harnbefunde gemacht, die der Arzt als lange Liste mit Abkürzungen erhält. In Österreich kann diese Liste dem Patienten ausgehändigt werden, sie landet aber zum Beispiel nicht in ELGA. Jedenfalls ist man mit der Liste meist alleine. Ich versuche hier diese Listen zu erklären. Als Quelle dienen einige persönliche so genannte grosse Blutbilder, darunter auch einige mit Ergänzungen zu spezifischen Muskelentzündungen, Virusstämmen und Rheumafaktoren. Dokument in Arbeit.
Letztes Update 19. März 2016
Alle Normwerte gelten für normalgewichtige Erwachsene. Bei Unterscheidung zwischen den Geschlechtern oder nach Alter wird diese angegeben. Die Werte sind dem Organ zugeordnet, welches diesen Wert primär reguliert. Werte in ROT sind im Blutbild zu finden, werte in GRÜN im Harntest.
Wichtig: Die Interpretation der Ergebnisse sollte immer durch einen Arzt erfolgen, da die Werte stark von der Messmethode abhängen können. Ich bin definitiv kein Arzt.
Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
- Blutzucker, Glucose, Nüchternblutzucker
- BZ, NBZ
<100ml/dloder<5.6mmol/lnüchtern - Der Nüchternblutzucker ist ein zentraler Blutwert zur Diagnose von Diabetes mellitus und zur Kontrolle des Zuckerstoffwechsels. Schwer zu messender Parameter, auch bei einer Messung vor dem Frühstück hohe Werte liefern kann wenn am Vorabend zum Beispiel kohlehaltige Speisen gegessen wurden.
- Prädiabetes (Verdacht): Werte zwischen 100 und 125 mg/dl (5.6 bis 6.9 mmol/l) können auf eine Vorstufe von Diabetes hindeuten.
- Diabetes-Verdacht: Ein Wert ab 126 mg/dl (7.0 mmol/l) gilt als Kriterium für die Diagnose eines Diabetes mellitus, sofern dieser in einer Folgemessung bestätigt wird.
- BZ, NBZ
- Lipase
- LIP
<64ml/dl - Der Lipase-Wert im Blut ist ein wichtiger Marker für die Bauchspeicheldrüsenfunktion
- Schwer zu messender Parameter, auch bei einer Messung vor dem Frühstück hohe Werte liefern kann wenn am Vorabend zum Beispiel kohlehaltige Speisen gegessen wurden.
- Erhöhte Werte: Eventuell akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). Auch Nierenschwäche oder chronischer Alkoholkonsum können die Werte erhöhen.
- LIP
- Freies Trijodthyronin
- FT3
2.4-6pmol/l - Aktive Schilddrüsenhormon, welches den Stoffwechsel steuert. FT3 ist das biologisch aktive Hormon. Die Messung erfolgt meist zusammen mit TSH und FT4 zur Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen.
- Erhöhte Werte: Eventuell Schilddrüsenautonomie oder eine Schilddrüsenentzündung.
- Erniedrigter Wert: Eventuell Unterfunktion oder gestörte Umwandlung von T4 zu T3.
- FT3
- Trijodthyronin gesamt
- T3, TTR
0.9-1.8ng/ml - Ist die am Protein gebundene Form von FT3 und schwerer messbar.
- T3, TTR
- Freies Thyroxin
- FT4
0.8-1.8ng/dl - Dieser Wert ist entscheidend, um eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse zu diagnostizieren. Freies Thyroxin bildet der sensitivere Wert, da nur dieses im Körper wirksam ist.
- FT4
- Thyroxin gesamt
- T4, TT4
9.01-19.05pmol/l - Ist die am Protein gebundene Form von FT4 und schwerer messbar.
- T4, TT4
- Thyreoidea-stimulierendes Hormon
- TSH
0.35-3.8mU/l - Dient als wichtigster Indikator für die Schilddrüsenfunktion.
- Erhöhte Werte: Eventuell Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).
- Erniedrigter Wert: Eventuell Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).
- TSH
- Prostataspezifisches Antigen
- PSA Bis 39 Jahre
<1ng/ml, 40-49 Jahre<2.5ng/ml, 50-59 Jahre<3.5ng/ml, 60-69 Jahre<5.5ng/ml, 70-79 Jahre<6.5ng/ml - Blutwert zur Früherkennung von Prostatakrebs, Tumormarker.
- Erhöhte Werte bedeuten nicht zwingend Krebs, sondern können auch durch gutartige Vergrösserungen oder Entzündungen verursacht werden.
- PSA Bis 39 Jahre
- Amylase, Pankreas-Amylase
- AMY, PAMY, P-AMY
28-100U/l - Der Amylase-Wert im Blut (Serum) dient hauptsächlich dazu, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) oder Speicheldrüsen zu diagnostizieren.
- Erhöhte Werte (grösser als drei Mal der Normwert): Hauptindikator für eine akute Pankreatitis, aber auch andere Erkrankungen.
- Erniedrigter Wert: eventuell Chronische Bauchspeicheldrüsenschäden, Mukoviszidose oder Pankreaskrebs.
- AMY, PAMY, P-AMY
Schilddrüse, Glandulae
- Procalcitonin
- PCT
<0,1-0,5µg/l - Spezifischer Entzündungsmarker im Blut, der primär zur Diagnose schwerer bakterieller Infektionen und Sepsis dient. Anders als das CRP (C-reaktives Protein) steigt PCT kaum bei viralen Infekten an, was es zu einem guten Unterscheidungsmerkmal macht. Wird besonders häufig auf Intensivstationen und in Notaufnahmen zur Kontrolle des Infektionsverlaufs getestet.
- Erhöhte Werte: schwere Entzündung.
- Erniedrigte Werte: keine bakterielle Infektion.
- PCT
Nieren
- Harnstoff
- HST, Urea.
18-55mg/dl - Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion.
- Erhöhte Werte (Hyperurikämie): Können auf eine Nierenfunktionsstörung, eiweissreiche Ernährung, Dehydration (Flüssigkeitsmangel) oder Herzschwäche hindeuten.
- Erniedrigte Werte: Sind selten, können aber auf Leberschäden oder Mangelernährung hinweisen.
- HST, Urea.
- Kreatinin
- KR, Krea oder Cr. Frauen
0.5-0.95mg/dl, Männer0.6-1.3mg/dl - Kreatinin ist ein Abfallprodukt, das im Rahmen des Muskelstoffwechsels entsteht und wird über die Nieren ausgeschieden.
- Erhöhtes Werte: (Hyperkreatininämie): Ein zu hoher Wert deutet darauf hin, dass die Nieren das Kreatinin nicht mehr ausreichend filtern können, was auf eine Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) hinweisen kann.
- Erniedrigte Werte: Kann auf eine geringe Muskelmasse, Lebererkrankungen oder eine sehr geringe Proteinzufuhr hindeuten
- KR, Krea oder Cr. Frauen
- Glomeruläre Filtrationsrate
- GFR, eGFR, MDRD
>90ml/min/1.73m² - Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion. Er misst, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern.
- Der Wert eGFR ist eine Schätzung, die die dem Kreatininwert im Blut basiert.
- Ein niedriger GFR-Wert bedeutet, dass Schadstoffe schlechter aus dem Blut gefiltert werden, was zu Symptomen wie Müdigkeit oder Wassereinlagerungen führen kann.
- Ein Wert unter 60ml/min/1.73m² deutet auf eine Einschränkung der Niere hin.
- GFR, eGFR, MDRD
- Natrium
- NA
135-148mmol/l - Wesentlich für Nervenimpulse, Muskelkontraktion, Blutdruck und den Wasserhaushalt. Die primäre Regulation des Natriumhaushalts im menschlichen Körper erfolgt über die Nieren. Sie kontrollieren die Natriumkonzentration, indem sie überschüssiges Natrium über den Urin ausscheiden oder es bei Bedarf zurückhalten.
- Zu niedriger Wert (Hyponatriämie): Symptome können Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit sein.
- Zu hoher Wert (Hypernatriämie): Symptome sind oft Durst, trockene Schleimhäute oder Verwirrtheit.
- NA
- Kalium
- KA
3.6-5.6mmol/l - Kalium ist essenziell für Herz-, Muskel- und Nervenfunktionen.
- Erhöhter Wert: kann durch Nierenschwäche, Medikamente (z. B. ACE-Hemmer, Entwässerungsmittel) entstehen.
- Erniedrigter Wert: entsteht oft durch Flüssigkeitsverlust (Erbrechen, Durchfall, Medikamente).
- KA
- Calcium
- CA
2.2-2.6mmol/l(8.8-10.8mg/dl) - Calcium wird über den Darm aufgenommen, in den Knochen gespeichert und über die Nieren regulierend ausgeschieden. Die Bauchspeicheldrüse greift auch in den Calcium-Haushalt ein. Es ist essenziell für Knochen, Muskeln und Nerven.
- Erhöhter Wert (Hyperkalzämie): Kann auf Erkrankungen der Nebenschilddrüse, Knochenmetastasen, Vitamin-D-Überdosierung oder Sarkoidose hindeuten.
- Erniedrigter Wert (Hypokalzämie): Kann durch Vitamin-D-Mangel, Nierenerkrankungen oder Magnesiummangel entstehen.
- CA
- Magnesium
- MG
2.2-2.6mmol/l(8.8-10.8mg/dl) - Magnesium wird über den Darm aufgenommen, in den Knochen gespeichert und über die Nieren regulierend ausgeschieden. Es ist essenziell für Knochen, Muskeln und Nerven.
- Erhöhter Wert: Mögliche Anzeichen für Nierenfunktionsstörungen oder Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln.
- Erniedrigter Wert: Mögliche Symptome sind Muskelkrämpfe, Lidzucken, Müdigkeit oder Herzrhythmusstörungen. Ursachen können Ernährungsmangel, Diabetes oder Diuretika sein.
- MG
- Chlorid
- CL
98-110mmol/l - Chlorid ist ein wichtiges Elektrolyt, das den Säure-Basen-Haushalt und Wasserhaushalt reguliert.
- Erhöhter Wert (Hyperchlorämie): Mögliche Ursachen: Niereninsuffizienz, Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel), übermässige Kochsalzzufuhr, Nierenerkrankungen (Renal-tubuläre Azidose).
- Erniedrigter Wert (Hypochlorämie): Mögliche Ursachen: Anhaltendes Erbrechen (Verlust von Magensäure), Einnahme harntreibender Medikamente (Diuretika), schwerer Durchfall.
- CL
- Eisen – Serum-Eisen
- FE
60-110mmol/l - Der Wert Schwankt tageszeitlich stark. Das Serum-Eisen ist nur eine Momentaufnahme des Eisenstoffwechsels. Zur genauen Bestimmung des Eisenspeichers wird meist der Ferritin-Wert (FER) herangezogen.
- FE
- Eisen – Transferrin
- TF
174-364mg/dl - Transferrin ist das Haupttransportprotein für Eisen im Blut zu den Speicherorten (Leber, Milz) oder zum Knochenmark. Es bildet einen zentralen Marker für den Eisenstoffwechsel.
- Erhöhter Wert: typisch bei Eisenmangel (der Körper produziert mehr Transferrin, um das wenige Eisen effizienter zu transportieren), Schwangerschaft oder Blutverlust.
- Erniedrigter Wert: kann auf einen Eisenüberschuss, chronische Entzündungen, Leberschäden oder Eiweissmangel (ernährungsbedingt) hindeuten.
- TF
- Eisen – Transferrinsättigung
- TFs
16-45% - Der Wert gibt an, wie viel Prozent des Transportproteins Transferrin im Blut tatsächlich mit Eisen beladen ist. Er misst wie viel Eisen für die Bildung neuer roter Blutkörperchen zur Verfügung steht.
- Erhöhter Wert: Eventuell Eisenüberladung, zum Beispiel bei der Erbkrankheit Hämochromatose.
- Erniedrigter Wert: Eventuell Eisenmangel.
- TFs
- Eisen – Ferritin
- FER, FERR Frauen
15-150µg/l, Männer25-400µg/l - Ferritin ist ein Proteinkomplex, der Eisen speichert und Zellen vor freiem Eisen schützt. Es ist der wichtigste Parameter zur Messung der Eisenreserven im Körper.
- Erhöhter Wert: Kann auf Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit), Entzündungen, Lebererkrankungen, Infektionen oder Tumore hindeuten.
- Erniedrigter Wert: Typisch bei Eisenmangelanämie, Schwangerschaft, Blutverlust (Menstruation) oder Aufnahmestörungen im Darm.
- FER, FERR Frauen
- Ascorbinsäure, Vitamin C im Harn
- ASC
5-10mg/dloder0.28-0.56mmol/l - Im Urin zeigt der Wert die Konzentration von ausgeschiedenem Vitamin C an. Er ist meist unbedenklich und steigt durch den Verzehr vitaminreicher Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Es handelt sich nicht um einen direkten Krankheitsindikator, sondern um einen Parameter, der die Messgenauigkeit anderer Werte beeinflusst.
- ASC
- Glukose im Harn
- GLU
negativoder<15mg/dl - der normale Glukosewert im Urin ist negativ, da Zucker normalerweise nicht über den Harn ausgeschieden wird. Erst bei Überschreiten der sogenannten Nierenschwelle (BZ, NBZ) wird Glukose (Glukosurie) messbar, was oft auf Diabetes mellitus, seltener auf Nierenerkrankungen oder Schwangerschaft hindeuten kann.
- GLU
- Blut im Harn
- BLD
negativoder<5 Zellen/µl - Blut im Urin (Hämaturie) ist ein Symptom, keine Krankheit, und erfordert immer eine ärztliche Abklärung. Normalerweise ist der Urin frei von roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Ein positiver Test (Harnstreifen) zeigt Erythrozyten/µl an. Gründe können sein: Harnwegsinfektionen (Blasenentzündung), Nierensteine, Prostataprobleme oder selten Tumore.
- BLD
- pH-Wert im Harn
- pH
4-9 - Der pH-Wert im Urin ist stark von Ernährung, Tageszeit und Stoffwechsel abhängig. Ein saurer Morgenurin ist normal während basischer Urin nach Mahlzeiten auftreten kann.
- Abweichungen können auf Nierenprobleme, Nierensteinen, Infekte oder Ernährungsfehler hinweisen. Der Wert ist immer nur ein Puzzleteil in der Diagnostik.
- pH
- Erythrozyten, rote Blutkörperchen im Harn
- RBC 4-5.5T/l
- Normalerweise verhindern die Nieren, dass rote Blutkörperchen in den Urin gelangen. Wenn die Filterfunktionen (Glomeruli) beschädigt sind, können Erythrozyten in den Urin übertreten.
- Erhöhter Wert: Eventuell Erkrankungen des Nierengewebes, Entzündungen (Zystitis), Steine oder Tumore.
- Hämoglobin
- HGB, HB 12-18g/dl
- Der Hämoglobin-Wert im Blut misst die Menge des roten Blutfarbstoffs, der für den Sauerstofftransport verantwortlich ist.
- Erhöhter Wert: sehr selten wie Flüssigkeitsmangel, Rauchen, Aufenthalt in grossen Höhen oder bestimmte Knochenmarkserkrankungen
- Erniedrigter Wert: Eventuell Blutarmut (Anämie). In manchen Fällen besteht auch ein Zusammenhang mit Sichelzellenerkrankungen wie der Sichelzellenanämie oder der Thalassämie (Mittelmeeranämie).
- Hämatokrit
- TCT 37-54%
- Der Hämatokrit-Wert beschreibt das Verhältnis von zellulären Bestandteilen (hauptsächlich roten Blutkörperchen) zum flüssigen Blutplasma.
- Erhöhter Wert: kann auf Flüssigkeitsmangel (Dehydration) oder eine Überproduktion roter Blutkörperchen hinweisen.
- Erniedrigter Wert: kann auf Blutarmut (Anämie), Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel, Schwangerschaft oder einen hohen Flüssigkeitsverlust (Verdünnungseffekt) hindeuten.
Leber
- Blutsenkung
- BSG oder S1 für “in der 1. Stunde”.
<8mmundmax <20mm - Bei der Blutsenkung wird gemessen, wie schnell die roten Blutkörperchen in der Blutflüssigkeit absinken. Es ist ein Suchtest zur Abklärung eines Verdachts auf das Vorliegen von Entzündungs- oder Autoimmunerkrankungen im Körper. Die Leber ist durch die Produktion von Fibrinogen an der Erhöhung der BSG bei Entzündungen beteiligt.
- Erhöhte Werte: Eventuell akute/chronische Entzündungen (z.B. Rheuma), Infektionen, Tumore, Gewebeschäden, Krebserkrankungen.
- BSG oder S1 für “in der 1. Stunde”.
- Harnsäure
- HS Frauen
2.3-6.1mg/dl(137-363µmol/l), Männer ca.3.6-8.2mg/dl(214-488µmol/l) - Der Harnsäure-Blutwert misst das Abbauprodukt von Purinen
- Hohe Werte können auf Gicht oder Nierenerkrankungen hindeuten. Erhöhte Werte resultieren oft aus purinreicher Ernährung oder verminderter Nierenausscheidung, was eine Diätanpassung nötig machen kann
- HS Frauen
- Bilirubin gesamt
- BG
0.2-1,2mg/dl - Bilirubin ist ein Gallenfarbstoff. Er entsteht, wenn der rote Blutfarbstoff ausgemusterter roter Blutkörperchen abgebaut wird. Der Wert stellt die Gesamtmenge des Gallenfarbstoffs im Blut dar.
- Erhöhter Wert (Hyperbilirubinämie): Eventuell Hämolyse, Hepatitis, Gallensteine, Zirrhose.
- BG
- Bilirubin direkt
- BD
0.0-0.5mg/dl - Der Wert stellt den Teil des Bilirubins dar, der bereits in der Leber wasserlöslich gemacht wurde. Ermöglicht das Verfeinern von Diagnosen.
- Erhöhte Werte: Störungen im Gallenabfluss (z. B. Gallensteine), spezielle Leberschäden, direkter Ikterus.
- BD
- Glutamat-Oxalacetat-Transaminase
- GOT, AST
11-34U/l - Es handelt sich um ein Enzym, das hauptsächlich in der Leber, aber auch in Herz- und Skelettmuskeln vorkommt. Erhöhte Werte deuten auf Zellschäden in diesen Organen hin. Während die GPT (ALT) leberspezifisch ist, kommt GOT auch in Muskeln vor. Ist GOT höher als GPT, deutet dies oft auf einen schweren oder chronischen Leberschaden hin.
- Erhöhter Wert: Eventuell Lebererkrankungen (Hepatitis, Fettleber, Zirrhose), Leberschäden durch Gifte/Medikamente, Herzinfarkt oder Muskelerkrankungen.
- GOT, AST
- Alanin-Aminotransferase
- GPT, ALT, ALAT Frauen
<35U/l, Männer<53U/l - Es handelt sich um einen spezifischen Leberwert im Blut, der Leberschäden anzeigt.
- Erhöhter Wert: Eventuell Fettleber, Hepatitis, Medikamente, Gallenerkrankungen, Herzinfarkt, starke körperliche Anstrengung.
- GPT, ALT, ALAT Frauen
- Gamma-Glutamyltransferase, Gamma-GT
- GGT Frauen
<40U/l, Männer<54U/l - GGT ist ein Enzym-Wert der Erkrankungen der Leber und Gallenwege anzeigen kann.
- Erhöhter Wert: Eventuell Lebererkrankungen, Gallenwegsprobleme, Alkoholkonsum, Medikamenteneinahme
- GGT Frauen
- S-Adenosylmethionin
- SAM, SAMe
28-100U/l - Es ist ein Schlüsselenzym für Methylierungsprozesse, Leberfunktion und Stimmung.
- Erniedrigter Wert: Eventuell Mangel an Vitamin B12 und Folsäure, Lebererkrankungen und depressiven Verstimmungen.
- SAM, SAMe
- Vitamin B12, Cobalamin, Transcobalamin und Haptocorrin
- B12
160-1000pg/mL<400pg/mLgilt schon als Mangel - Das Vitamin ist entscheidend für Nervenfunktion und Blutbildung.
- Erhöhter Wert: tritt selten auf, kann aber auf Leber- oder Nierenerkrankungen hindeuten.
- Erniedrigter Wert: Hauptursachen sind vegane/vegetarische Ernährung ohne Supplementierung, Aufnahmestörungen im Darm (Morbus Crohn) oder Magenschleimhautentzündungen.
- B12
- Folsäure, Folat, Vitamin B9, Erythrozytenfolat
- FOL
3.1ng-20ng/ml - Indikator für den Zellstoffwechsel.
- Erhöhter Wert: meist unbedenklich, kann aber einen Vitamin-B12-Mangel maskieren.
- Erniedrigter Wert: Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum und Aufnahmestörungen durch chronische Darmerkrankungen (Zöliakie, Morbus Crohn).
- FOL
- Triglyceride, Blutfette
- T
<150mg/dlnüchtern - Triglyceride sind Blutfette, die als Energiespeicher dienen und vor allem von dem Muskeln gebraucht werden.
- Erhöhter Wert: Übergewicht, Bewegungsmangel und regelmässiger Alkoholkonsum oder Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen, genetische Faktoren.
- Erniedrigter Wert: Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum und Aufnahmestörungen durch chronische Darmerkrankungen (Zöliakie, Morbus Crohn).
- T
- Cholesterin – Gesamtcholesterin
- CHOL
<200mg/dl - Cholesterin ist ein Fettstoff, der für den Körper essenziell ist. Hohe Werte bedeuten nicht, dass diese Ablagerungen erfolgen und zwingend starke Medikamente genommen werden müssen, es muss parallel eine Abklärung mittels Ultraschall-Untersuchung der Halsadern gemacht werden um zu klären ob überhaupt Ablagerungen stattfinden.
- Erhöhter Wert: Eventuell Risiko von Ablagerungen (Atherosklerose) in Gefässen (Adern und Venen), was zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.
- CHOL
- Cholesterin – Low-Density Lipoprotein
- LDL
<116mg/dl - Transportiert Fette hin zu den Geweben, es wird als “schlechtes Cholesterin” bezeichnet.
- LDL
- Cholesterin – High-Density Lipoprotein
- HDL Frauen
>45mg/dl, Männer>40mg/dl - Transportiert Fette zurück zur Leber und reinigt die Arterien, es wird als “gutes Cholesterin” bezeichnet.
- HDL Frauen
- Cholesterin – Anteil
- c/h
% - Errechneter Kennwert Gesamtcholesterin/HDL-Cholesterin.
- c/h
- C-reaktives Protein
- CRP
<0.6mg/dl - Wichtiger genereller Entzündungsparameter. Die Leber synthetisiert CRP als Reaktion auf entzündungsfördernde Zytokine, die bei Entzündungen oder Gewebeschäden freigesetzt werden. Der Wert hilft, bakterielle Infektionen (CRP steigt stark) von viralen Infekten (CRP steigt wenig/nicht) zu unterscheiden. Ein einzelner CRP-Wert ist eine Momentaufnahme: die Halbwertszeit beträgt etwa 19 Stunden, was bedeutet, dass der Wert bei erfolgreicher Behandlung schnell wieder sinkt.
- Erhöhter Wert: Eventuell Bakterielle Infektionen, chronische Erkrankungen (z.B. Rheuma, Morbus Crohn), Verletzungen, Operationen oder Herzinfarkt.
- 10-50mg/l: Moderat erhöht (oft virale/bakterielle Infektion).
- 50-200mg/l: Deutlich erhöht (akute bakterielle Infektion).
- CRP
- Bilirubin im Blut
- BIL, Bili
<1.2mg/dl - Es dient zur Diagnose von Leber- und Gallenerkrankungen sowie Hämolyse. pezifische Formen werden oft als DBIL (direktes/konjugiertes Bilirubin) oder IBIL (indirektes/unkonjugiertes Bilirubin) ausgewiesen.
- Erhöhter Wert: Eventuell Verstärkter Abbau von roten Blutkörperchen, Lebererkrankungen (Hepatischer Ikterus), Abflussstörung der Galle (Posthepatischer Ikterus), genetische Faktoren.
- BIL, Bili
- Bilirubin in Harn
- BIL
negativ - Es dient zur Schnelldiagnose von Leber- und Gallenerkrankungen.
- Normalwert: Nicht nachweisbar oder negativ.
- Nachweisbar bei Leberentzündungen (Hepatitis), Gallenstau (durch Steine oder Tumore).
- BIL
- Keton, Ketone, Ketonurie im Harn
- KET
negativ - Die Leber produziert Ketonkörper aus Fettsäuren, wenn wenig Glukose zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Ketone im Urin sollten bei gesunden Menschen normalerweise nicht nachweisbar sein.
- Erhöhter Wert: Eventuell Diabetes mellitus. Weitere Test in Zusammenhang mit BZ, NBZ.
- KET
- Eiweiss, Protein im Harn
- PRO
negativoder<150mg/Tag - Essenzieller Makronährstoff, der aus Aminosäuren besteht und als Hauptbaustein für Muskeln, Gewebe, Enzyme und Hormone im Körper dient. Es ist lebensnotwendig für den Zellaufbau, das Immunsystem und den Stoffwechsel.
- Der Nachweis von Protein im Urin (Proteinurie) kann auf Nierenschäden, Diabetes oder Bluthochdruck hinweisen.
- PRO
Zellen
- Creatin-Kinase
- CPK, CK Frauen
<180U/l, Männer<200U/l - Es ist Enzym das vor allem in Muskel- und Herzmuskelzellen vorkommt. Aber auch in Skelett und im Gehirn.
- Erhöhter Wert: Eventuell Intensive körperliche Anstrengung, besonders Krafttraining, Trauma, 3 bis 12 Stunden nach einem Herzinfarkt.
- CPK, CK Frauen
- Laktatdehydrogenase
- LDH
125-248/Ul - Laktatdehydrogenase ist ein unspezifischer Marker für Zellschäden, da das Enzym in fast allen Körpergeweben vorkommt.
- Erhöhter Wert: Eventuell Indikator für einen erhöhten Zellumsatz, es werden Zellen geschädigt oder sterben ab. Gewebeschaden im Herzen, Lebererkrankungen, Hämolyse, Krebs, Infektionen.
- LDH
Knochenmark
- Mean Corpuscular Volume, mittleres Zellvolumen der Erythrozyten
- MCV
77-96fl - Der MCV-Wert gibt die durchschnittliche Grösse der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) an und hilft bei der Diagnose von Anämien.
- Erhöhter Wert: eventuell Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, Lebererkrankungen oder hoher Alkoholkonsum.
- Erniedrigter Wert: eventuell Eisenmangel, eine chronische Entzündung oder Anämie.
- MCV
- Mean Corpuscular Hemoglobin, mittlerer HB-Gehalt eines Erythrozyten
- MCH
27-32pg/Erythrozyt - Der MCH-Wert gibt die durchschnittliche Menge des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin in den roten Blutkörperchen an und hilft bei der Diagnose von Anämien.
- Erhöhter Wert: eventuell Vitamin-B12- oder Folsäuremangel oder Hämolyse (Abbau roter Blutkörperchen).
- Erniedrigter Wert: eventuell Hinweis auf Eisenmangel.
- MCH
- Mean Corpuscular Hemoglobin Concentration , mittlere HB-Konzentration eines Einzelerythrozyten
- MCHC
30-36g/dl - Der MCHC-Wert gibt die durchschnittliche Hämoglobinmenge (roter Blutfarbstoff) in einem bestimmten Volumen roter Blutkörperchen (Erythrozyten) an. Er dient in der Labordiagnostik oft als Kontrollwert zur Erkennung von Messfehlern.
- Erhöhter Wert: eventuell Laborfehler oder Kugelzellanämie.
- Erniedrigter Wert: eventuell Hinweis auf Eisenmangel, Thalassämie.
- MCHC
- Red Cell Distribution Width, Erythrozytenverteilungsbreite
- RDW
11,5-14,5fl - Der Wert misst die Grösesnunterschiede der roten Blutkörperchen.
- Erhöhter Wert: Rote Blutkörperchen sind sehr unterschiedlich gross, eventuell Eisenmangel, Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, chronische Entzündungen.
- Erniedrigter Wert: irrelevant.
- RDW
- Platelet count, Thrombozytenzahl
- PLT
140000-400000/µl - Der PLT-Wert gibt die Menge der Blutplättchen an, die für die Blutgerinnung essenziell sind.
- Erhöhter Wert: eventuell Thrombozytose was das Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen) erhöht.
- Erniedrigter Wert: eventuell Thrombozytopenie, was das Blutungsrisiko erhöht.
- PLT
- Prothrombinzeit Quick, Quick-Wert, Prothrombin Time
- PTZ, PT
70-120% - Die Prothrombinzeit (PTZ) ist ein zentraler Laborwert zur Überprüfung des extrinsischen Blutgerinnungssystems. Sie misst die Zeit bis zur Gerinnselbildung, primär zur Überwachung von Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar), bei Lebererkrankungen oder vor Operationen.
- PTZ, PT
- International Normalized Ratio Prothrombin Time
- INR aus PTZ
0.85-1.15 - Ein höherer INR-Wert bedeutet eine langsamere Blutgerinnung.
- INR aus PTZ
- Mean Platelet Volume, mittleres Zellvolumen der Thrombozyten
- MPV
7.6-10.8fl - Der MPV-Wert ist ein Blutwert, der das durchschnittliche Volumen (die Grösse) der Blutplättchen (Thrombozyten) angibt. Er hilft zu beurteilen, wie aktiv das Knochenmark neue Blutplättchen produziert. Junge Blutplättchen sind in der Regel grösser als alte, weshalb ein erhöhter MPV auf eine erhöhte Produktion hinweist.
- Erhöhter Wert: selten, eventuell Knochenmarksneoplasien und nach Bluttransfusionen.
- Erniedrigter Wert: bedeutet, dass die Blutplättchen kleiner als normal sind, was auf eine verminderte Produktion durch das Knochenmark hindeuten kann, etwa bei aplastischer Anämie.
- MPV
- Platelet Distribution Width, Thrombozyten-Verteilungsbreite
- PDW
10-18fl - Der PDW-Wert gibt an, wie stark die Grösse der Blutplättchen (Thrombozyten) von der Norm abweicht.
- Ein erhöhter Wert deutet auf eine hohe Variabilität hin, was auf Entzündungen, Infektionen oder Knochenmarkserkrankungen hinweisen kann.
- PDW
- Lymphozyten
- LYM, LMYPHO
1000-4000/µlLYMP#absolute Anzahl der Lymphozyten pro Mikroliter - Der Wert gibt Aufschluss über einen Teil der weissen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr zuständig sind.
- Erhöhter Wert (Lymphozytose): eventuell virale Infektionen (z. B. Grippe, Hepatitis) oder Entzündungen, seltener chronische Erkrankungen.
- Erniedrigter Wert (Lymphozytopenie): eventuell Infektionen (HIV, schwere Grippe), Autoimmunerkrankungen, Unterernährung oder Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Kortikosteroide).
- LYM, LMYPHO
- Monozyten
- MONO
200-800/µloder2–10%der Leukozyten MONO#absolute Anzahl der Monozyten pro Mikroliter - Der Monozyten-Wert gibt Aufschluss über eine Gruppe weisser Blutkörperchen, die als Teil des Immunsystems Krankheitserreger bekämpfen.
- Erhöhter Wert: Infektionen.
- Erniedrigter Wert: selten, eventuell Schwäche des Knochenmarks.
- MONO
- Granulozyten gesamt
- GRAN, Grano
1500-7500/µloder50–70%der Zellen GRAN#absolute Anzahl der Granulozyten pro Mikroliter - Granulozyten sind ein Hauptbestandteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und essenziell für die Immunabwehr.
- Erhöhter Wert: eventuell Zeichen für bakterielle Infektionen, Entzündungen oder Leukämie.
- Erniedrigter Wert: eventuell geschwächte Abwehr, mögliche Ursachen sind Knochenmarkschädigungen, Infektionen (z.B. Hepatitis) oder Nebenwirkungen von Medikamenten.
- GRAN, Grano
- Neutrophile Granulozyten
- NEU
1800-7000/µloder45-75%der Zellen - Neutrophile Granulozyten sind die häufigsten weissen Blutkörperchen. Sie sind Fresszellen (Phagozyten), die Bakterien aufnehmen und durch Enzyme abtöten. Zudem können sie netzartige Strukturen aus DNA bilden, um Erreger im Gewebe zu fangen..
- Erhöhter Wert (Neutrophilie): typisch bei bakteriellen Infektionen, Entzündungen oder Gewebeschäden..
- Erniedrigter Wert (Neutropenie): eventuell schweren Infektionen, da die Immunabwehr geschwächt ist.
- NEU
- Eosinophile Granulozyten
- EOS
50–250/µloder<5%der Zellen - Eosinophile Granulozyten sind weisse Blutkörperchen. Sie sind Teil des Immunsystems, besonders bei Allergien und Parasiteninfektionen.
- Erhöhter Wert (Eosinophilie): eventuell Allergien (Heuschnupfen, Asthma), Hauterkrankungen (Ekzeme), Parasitenbefall (Würmer), Medikamentenreaktionen, chronische Entzündungen.
- Erniedrigter Wert: meist nicht krankhaft, kann aber auf akute Infektionen, Stress oder Kortisonbehandlung hindeuten.
- EOS
- Basophile Granulozyten
- BAS
15-50/µloder<2%der Zellen - Basophile Granulozyten sind eine seltene Untergruppe der weissen Blutkörperchen (Leukozyten), die als Teil des unspezifischen Immunsystems sind.
- Erhöhter Wert (Basophilie): Ursachen sind eventuell allergische Reaktionen, chronische Entzündungen, Parasitosen oder Knochenmarkserkrankungen.
- Erniedrigter Wert (Basopenie): ein Mangel kann bei Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose), akuten Infektionen oder Stress auftreten..
- BAS
Immunsystem
- Rheumafaktor
- RF
<30U/ml - Es handelt sich um einen Antikörper, der als Marker für rheumatoide Arthritis (RA) und andere Autoimmunerkrankungen dient. Erzeugung hauptsächlich in B-Lymphozyten (einer Art der weissen Blutkörperchen) im Immunsystem.
- Erhöhter Wert: Eventuell chronische Entzündungen, aber auch bei Gesunden (v.a. im Alter) bei Infektionen oder Lebererkrankungen.
- RF
- Antistreptolysin O, ASL-Titer
- ASL, ASLO
<200U/ml - Der Wert wird zur Diagnose von Spätfolgen wie rheumatischem Fieber oder Nierenentzündungen nach Streptokokkeninfektionen genutzt. Der ASL-Test ist wenig spezifisch, d.h. er reagiert manchmal nicht bei Hautinfektionen oder kann durch andere Faktoren verfälscht werden.
- Erhöhter Wert: bedeutet nicht zwangsläufig eine aktuelle Infektion, sondern oft eine kürzlich durchgemachte.
- ASL, ASLO
Darm
- Urobilinogen im Harn
- URO
0.1-1.8mg/dloder1.7-30mol/l - Urobilinogen ist ein farbloses Abbauprodukt des Gallenfarbstoffs Bilirubin, das durch Bakterien im Darm entsteht. Ein Teil wird über den Darm ausgeschieden, der Rest über den enterohepatischen Kreislauf zur Leber zurückgeführt und geringfügig über den Urin ausgeschieden.
- Erhöhter Wert: Eventuell Leberschäden, Leberentzündungen oder gesteigerten Blutabbau (Hämolyse).
- URO
Blase
- Nitrit im Harn
- NIT negativ
- Nitrit im Urin ist bei gesunden Menschen normalerweise nicht nachweisbar .
- Ein positiver Nitrit-Wert im Harn ist ein starkes Indiz für eine bakterielle Infektion der Harnwege (Harnwegsinfekt/Blasenentzündung). Der Test zeigt an, dass Bakterien Nitrat zu Nitrit umwandeln. Die Bestätigung erfolgt oft durch den Nachweis von Leukozyten (weisse Blutkörperchen) oder eine Urinkultur.
- Leukozyten, weisse Blutkörperchen im Harn
- LEU negativ
- Leukozyten sind im Urin ist bei gesunden Menschen normalerweise nicht nachweisbar.
- Positiver Wert: Anzeichen für eine Entzündung oder Infektion der ableitenden Harnwege (z. B. Blasenentzündung) oder der Nieren.
- Spezifisches Uringewicht (Urdichte)
- SG 1.010-1.025g/ml
- Dient zur Beurteilung der Nierenfunktion (Konzentrations- und Verdünnungsfähigkeit).
- Ein konstanter Wert von ca. 1.010 kann auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hindeuten
Infektionsmarker
- Borrelia burgdorferi, Borrelien-Antikörper
- BORG, BORM, BORIB, Immunoblot, BORP negativ
- Borreliose-Untersuchungen beziehen sich auf den Nachweis von Antikörpern (AK). Die Borreliose-Diagnose im Blut erfolgt primär durch den Nachweis spezifischer Antikörper (IgM für frühe, IgG für späte Stadien) mittels ELISA-Suchtest und Immunoblot-Bestätigungstest. IgM-Antikörper treten nach 3–6 Wochen auf, IgG später. Ein positiver Befund zeigt eine Auseinandersetzung des Immunsystems, nicht zwingend eine aktive Erkrankung
- Chlamydia, Chlamydien
- CT, CP negativ
- In einem Blutbild oder einer Serologie (Blutuntersuchung) werden Chlamydien-Infektionen meist durch den Nachweis von Antikörpern festgestellt. Chlamydien werden in der Regel nicht primär durch einen Bluttest, sondern durch einen direkten Erregernachweis (Abstrich oder Urin-PCR) nachgewiesen. Ein Bluttest zeigt nur, dass der Körper Antikörper gebildet hat, was auch eine Infektion in der Vergangenheit bedeuten kann. Die Kurzformen auf dem Laborbericht beziehen sich auf die Art des Erregers und die Art der Antikörper: Chlamydia trachomatis ist häufigste Form, verantwortlich für urogenitale Infektionen, Chlamydia pneumoniae ist die Ursache für Atemwegsinfektionen. IgG: Immunglobulin G weist auf eine zurückliegende oder chronische Infektion hin. IgM: Immunglobulin M weist auf eine akute oder kürzlich erfolgte Infektion hin. IgA: Immunglobulin A deutet auf eine aktive Schleimhautinfektion hin.
- Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper, antineutrophile zytoplasmatische Antikörper, Granulozyten-Zytoplasma-Antikörper
- c-ANCA, cANCA negativ
- Das sind Autoantikörper, die sich gegen weisse Blutkörperchen (neutrophile Granulozyten) richten und diese aktivieren, was zu Gefässentzündungen (Vaskulitiden) führt. Sie dienen als wichtige Marker im Blut für Autoimmunerkrankungen, insbesondere ANCA-assoziierte Vaskulitiden (AAV). Die Einteilung erfolgt in c-ANCA (zytoplasmatisch) und p-ANCA (perinukleär).
- Troponin
- cTnI, cTnT 3-13pg/ml
- Troponin ist ein hochempfindlicher Blutmarker, der Schäden an der Herzmuskulatur anzeigt, wobei erhöhte Werte (insbesondere cTnT und cTnI) primär auf einen Herzinfarkt hindeuten. Die Konzentration steigt ca. 3 bis 8 Stunden nach Infarktbeginn, erreicht nach 12 bis 96 Stunden das Maximum und bleibt bis zu 14 Tage erhöht.
Unbekannte Werte
- L
3-10ohne Einheit, also vermutlich Zellen- Wahrscheinlich ein alternativer Wert für Leukozyten im Urin.
Quellen
Eigene Blut- und Harnbefunde der letzten Jahre.
Google KI-Suche mit den Begriffen “Blutwert + [Wertname/Wertkürzel]” sowie “Organ + Körper + [Wertname]” zur Klärung des Organs welches hauptsächlich den betreffenden Wert steuert. Diese Suchresultate greifen u.a. auf folgende weitere Quellen zurück: netdoktor.at, doccheck.com, fernarzt.com, ladr.de, gesundheit.gv.at, praktischarzt.de, apollohospitals.de, gesundheitsinformation.de, med4you.at, hogrefe.com, abbvie-care.de, apotheken.de, synlab.de, uk-erlangen.de, medizin-zentrum-dortmund.de, helios-gesundheit.de, aerztezeitung.de, allgaeulab.de, adon-health.de, martini-klinik.de, bionity.com, medipee.com, www.gesundheits-lexikon.com, vinmec.com, seltene-nierenerkrankungen.de, urologenportal.de, cistite.info, hopkinsmedicine.org, ada.com, cerascreen.de, ameos.de, internisten-im-netz.de

